Literarische Landpartie

Die lite­ra­ri­sche Land­par­tie „Nie­mand hat die Absicht, über den Gar­ten­zaun zu schau­en” mit Kers­tin Lie­mann und Clau­dia Kociucki konn­ten wegen des unste­ten Wet­ter in die Buch­hand­lung „Kapi­tel Zwei” umzie­hen – herz­li­chen Dank an Regi­na Schwan.

Vorlesewettbewerb Kreis Recklinghausen I 2024

Vorlesewettbewerb

Am 23.2.24 fand im Reck­ling­häu­ser Rat­haus einer von drei Kreis­ent­schei­den für den Vor­le­se­wett­be­werb des Dt. Buch­han­dels statt.

Die Jury mit den Buch­händ­le­rin­nen Regi­na Schwan (Kapi­tal Zwei), Brit­ta Rata­jc­zak (Britts Bücher­fo­rum), der Lei­te­rin der Stadt­bi­blio­thek Reck­ling­hau­sen, San­dra Hil­se, sowie Ste­phan Schrö­der und Hans-Jür­gen Wielk (bei­de NLGR), hat­ten die schwie­ri­ge Auf­ga­be aus den vie­len guten Lese­bei­trä­gen der Schü­ler und Schü­le­rin­nen aus Reck­ling­hau­sen und Cas­trop-Rau­xel, den einen beson­ders her­aus­ra­gen­den Bei­trag herauszufinden.

Sie­ge­rin und Ver­tre­te­rin beim Bezirks­ent­scheid wur­de Jule Jan­ßen vom Gym­na­si­um Petrinum in Recklinghausen.

Die Orga­ni­sa­ti­on hat­te Ralf Kro­p­la vom Attat­roll Buch­la­den über­nom­men, die Sie­ger­eh­rung über­nahm die Stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin Mari­ta Bergmaier.

Die bei­den ande­ren Kreis­ent­schei­de Reck­ling­hau­sen fin­den in Oer-Erken­sch­wick und Glad­beck statt.

Julia Schoch & Antje Deistler (C) Monique Lütgens

Julia Schoch „Das Liebespaar des Jahrhunderts”

Im Rah­men der „Lese­büh­ne” war Julia Scho­ch am 22.2.24 in der Reck­ling­häu­ser Stadt­bi­blio­thek zu Gast. Sie stell­te Ihren zwei­ten Band der Tri­lo­gie („Bio­gra­phie einer Frau”) „Das Lie­bes­paar des Jahr­hun­derts” im Gespräch mit Ant­je Deist­ler vom Literaturbüro.Ruhr und Lese­pas­sa­gen vor.

Kriminacht 2024

Zur Kri­mi­nacht 2024 in der Alt­stadt­schmie­de waren die regio­na­len Autorin­nen und Autoren Gre­ta Wels­lau, Lukas Brück­ner, Britt Gla­ser und Bri­git­te Vol­lenberg ein­ge­la­den.
Ein Rück­blick…

Beitragsbild Literaturnacht 2023

Recklinghäuser Literaturnacht 2023

Die Jury hat aus den Ein­sen­dun­gen zur dies­jäh­ri­gen Reck­ling­häu­ser Lite­ra­tur­nacht die­se Autorin­nen und Autoren für die Abschluss­ver­an­stal­tung am 4. Novem­ber ausgewählt:

  • Anna Arning
  • Alfons Hucke­brink
  • Mar­kus Jöhring
  • Uwe Ker­rin­nes
  • Julia Ali­na Kessel
  • Inga Ste­wen
Deutscher Literaturfond

Annette Pehnt – Großer Preis des Deutschen Literaturfonds 2023

Wie soeben bekannt wur­de, erhält unser Gast von vor weni­gen Tagen den Gro­ßen Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds, die­ser Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Begrün­dung der Jury:

Der Gro­ße Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds geht 2023 an die Erzäh­le­rin Annet­te Pehnt.

Ihr umfang­rei­ches Werk zeugt von einer beein­dru­cken­den Fähig­keit, in ganz ver­schie­de­nen lite­ra­ri­schen For­men und oft mit weni­gen Wor­ten Per­spek­ti­ven zu ver­mit­teln, Geschich­ten auf­zu­bau­en und Stim­mun­gen zu erzeu­gen. In ihrem aktu­el­len Roman Die schmut­zi­ge Frau hat sie auf ori­gi­nel­le Wei­se die schrift­stel­le­ri­sche Arbeit selbst zum The­ma gemacht. Sie ver­knüpft hier eine ver­si­fi­zier­te Rah­men­hand­lung um eine von ihrem Ehe­mann finan­zi­ell abhän­gi­ge Schrift­stel­le­rin mit ein­ge­leg­ten Pros­ami­nia­tu­ren und ent­wi­ckelt so ein ganz eige­nes Spiel von Stren­ge und Erzähl­fluss, vom Umgang mit dem Schrei­ben und der Fik­ti­on. Dass nur aus der Per­spek­ti­ve der Prot­ago­nis­tin die Hand­lung zu erschlie­ßen ist, unzu­ver­läs­sig und oft nur andeu­tungs­wei­se, macht den Reiz der Erzäh­lung aus und kommt einer „Wahr­heit“ über das Leben wohl näher als jede ein­deu­ti­ge Behauptung.

In der Kurz­pro­sa wie im Lexi­kon der Angst und im Lexi­kon der Lie­be, in ihren Kin­der­bü­chern und vor allem in ihren her­aus­ra­gen­den Roma­nen sind sol­che über­ra­schen­den Blick­win­kel und wech­seln­den Figu­ren­per­spek­ti­ven immer wie­der staunenswert.

Die zahl­rei­chen Ich-Erzäh­ler in Alles was Sie sehen ist neu, die Stück für Stück ein Bild der Haupt­fi­gur auf­bau­en, ent­wi­ckeln einen ganz ande­ren Erzähl­fluss als die Ehe­frau in Mob­bing, die eigent­lich wenig weiß und doch über alle Lücken hin­weg erzählt.

Dabei sind Annet­te Pehnts Figu­ren viel­schich­tig und jen­seits aller Kli­schees ange­legt. Über­rascht mer­ken wir beim Lesen, wel­che Tie­fe die Autorin mit ihren manch­mal fast kar­gen Beschrei­bun­gen erreicht, mit wel­cher Prä­zi­si­on sie ihre Cha­rak­te­re zeich­net. Von obses­si­ver Lie­be und Ver­lust in Brie­fe an Char­ly bis zu Alter und Tod im Haus der Schild­krö­ten ent­wirft sie dabei immer auch Beziehungspsychogramme.

Ihre Geschich­ten for­dern uns auf bes­te Wei­se her­aus: durch Form und Inhalt. Für ihr Gesamt­werk und mit beson­de­rer Hoch­ach­tung vor dem jüngs­ten Roman Die schmut­zi­ge Frau ver­leiht die Jury Annet­te Pehnt den Gro­ßen Preis des Deut­schen Literaturfonds.

Begrün­dung der Jury, der Bir­te Lipin­ski, Manue­la Reich­art, Hans Thill angehören

Quel­le: https://​deut​scher​-lite​ra​tur​fonds​.de/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​g​r​o​s​s​e​r​-​p​r​e​i​s​-​d​e​s​-​d​e​u​t​s​c​h​e​n​-​l​i​t​e​r​a​t​u​r​f​o​n​d​s​-​2023/

Anette Pehnt und Antje Deistler September 2023 (c) rk

Annette Pehnt – Die schmutzige Frau

Im Rah­men der „Lese­büh­ne” war Annet­te Pehnt am 20.9.2023 zu Gast in der Stadt­bi­blio­thek Reck­ling­hau­sen.
Mit Aus­zü­gen aus ihrem Roman und im Gespräch mit Mode­ra­to­rin Ant­je Deist­ler wur­den die Untie­fen einer Paar­be­zie­hung inten­siv beleuch­tet – herz­li­chen Dank für die tief­sin­ni­gen Einblicke.

Literatur Preis Ruhr 2023

Literaturpreis Ruhr 2023

Für den zwei­spra­chi­gen „Lyrik­band Grab­tuch aus Schmet­ter­lin­gen” gewin­nen Lina Atfah und ihr Über­set­zungs­team den mit 15.000 Euro dotier­ten Haupt­preis des Lite­ra­tur­prei­ses Ruhr 2023.
Lina Atfah wird im Okto­ber in Reck­ling­hau­sen zu Gast sein … zur Veranstaltung …

Den För­der­preis in Höhe von 5000 Euro gewinnt Juli­en­ne De Mui­rier mit ihrer Erzäh­lung Nachtfahrt.

Mit dem Ehren­preis wur­de das Fes­ti­val „Lite­ra­tur­di­strikt” in Essen bedacht. Aus­ge­zeich­net wur­den die Grün­de­rin­nen und Mache­rin­nen Fat­ma Uzun und Sem­ra Uzun-Önder.

Die Lau­da­tio hielt Schrift­stel­le­rin Mit­hu San­y­al. Sie beton­te, dass das Fes­ti­val 2005 (damals gegrün­det als Lite­ra­türk) eine Lücke füll­te, lob­te den inno­va­ti­ven Mut der Schwes­tern und Kol­la­bo­ra­teu­rin­nen und beschrieb, wel­che ent­schei­den­de Rol­le Literatürk/Literaturdistrikt dabei gespielt habe, die soge­nann­te „Gast­ar­bei­ter­li­te­ra­tur“ zu einem gleich­wer­ti­gen und wich­ti­gen Bestand­teil der deut­schen Lite­ra­tur­land­schaft zu machen.

Ein Video fin­det sich auf Lite​ra​tur​ge​biet​.ruhr.