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Union der festen Hand: Literarische Wiederentdeckung des Schlüsselromans von Erik Reger

22. März - 19:00

frei

Lite­ra­ri­sche Wie­der­ent­de­ckung des Schlüs­sel­ro­mans von Erik Reger
Vor­stel­lung durch den ehe­ma­li­gen FAZ-Kul­tur­kor­re­spon­den­ten und Revier-Ken­ner Andre­as Rossmann
Rezi­ta­ti­on: Bea­te Scherzer
His­to­ri­sche Ein­füh­rung: Dr. Mat­thi­as Kordes

1918, der Ers­te Welt­krieg steht vor sei­nem Ende, gewal­ti­ge Umbrü­che zeich­nen sich für das Ruhr­ge­biet und die Men­schen dort ab. Sie arbei­ten für die Berg- und Stahl­wer­ke, kämp­fen gegen schlech­te Löh­ne und Aus­beu­tung. Als der Kai­ser am 9. Sep­tem­ber 1918 nach Essen kommt, um die Stahl­wer­ker in ihren Anstren­gun­gen für den Krieg zu bestär­ken, ver­sucht man die Unru­he­stif­ter von ihm fern­zu­hal­ten . Doch der hohe Besuch geht gründ­lich schief, und bald geschieht ein Mord. Für den dar­in ver­strick­ten Gewerk­schaf­ter Adam Gri­gus­zi­es bricht ein wech­sel­vol­les Jahr­zehnt an: Die Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Arbei­tern, Ange­stell­ten und einem Geheim­bund der Unter­neh­mer, der Uni­on der fes­ten Hand, ebnen den Weg für den Nationalsozialismus.

Der Indus­trie­ro­man Uni­on der fes­ten Hand, 1931 bei Rowohlt erschie­nen, ist ein bedeu­ten­des Werk der Neu­en Sach­lich­keit und eines der weni­gen lite­ra­ri­schen Por­träts des Ruhr­ge­biets. Zugleich ist es ein gro­ßer Schlüs­sel­ro­man über eine der bekann­tes­ten Indus­tri­el­len­dy­nas­tien Deutsch­lands, mit kri­ti­schem Witz ver­fasst von einem inti­men Ken­ner des zyni­schen Macht­ge­fü­ges rund um Koh­le und Stahl, das erschre­ckend heu­tig ist. Noch im Erschei­nungs­jahr erhielt Erik Reger für die­ses Werk den Kleist-Preis. 91 Jah­re spä­ter, im Som­mer 2022, wird Regers Roman vom Ver­lag Schöff­ling & Co., Frank­furt a.M., wie­der auf­ge­legt und von Andre­as Ross­mann, der die Neu­aus­ga­be mit einem Nach­wort ver­se­hen hat, vorgestellt.

Details

Datum:
22. März
Zeit:
19:00
Eintritt:
frei
Veranstaltungskategorien:
, ,
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstaltungsort

Institut für Stadtgeschichte
Hohenzollernstr. 12
Recklinghausen, NRW 45659 Deutschland
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Weitere Angaben

Eintritt:
kostenlos

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