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HENZE 100 – Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch

Fr., 16. Oktober - 19:30
15 €

Wo bist du denn, und wo bin ich? Henze 100

Ingeborg Bachmann und Max Frisch

Brief­wech­sel und Bühnenszenen

Der erst vor kur­zem erschie­ne­ne Brief­wech­sel zwi­schen Inge­borg Bach­mann und Max Frisch – zwei der bedeu­tends­ten deutsch­spra­chi­gen Schrift­stel­ler des vori­gen Jahr­hun­derts – ist dabeiHenze 100 Aus­gangs­punkt einer äußerst viel­schich­ti­gen und abwechs­lungs­rei­chen lite­ra­risch-musi­ka­li­schen Revue, deren Inhal­te ich mit Blick auf das gemein­sa­me hun­dert­jäh­ri­ge Geburts­ju­bi­lä­um von Inge­borg Bach­mann wie Hans Wer­ner Hen­ze zusam­men­ge­stellt habe.

Die von Anfang an pro­ble­ma­ti­sche – man­che wür­den sagen: zum Schei­tern ver­ur­teil­te Lie­bes­be­zie­hung zwi­schen dem 1911 gebo­re­nen gro­ßen Schwei­zer Roman­cier und der öster­rei­chi­schen Lyri­ke­rin währ­te von 1958 bis 1963. Zu erle­ben, wie Künst­ler von der­ar­ti­ger Sprach­kraft ihre Wer­bung, Ihre Zunei­gung, aber auch ihre Ent­täu­schung, Ver­zweif­lung und Tren­nungs­ab­sicht brief­lich arti­ku­lie­ren, ist für sich schon ein fes­seln­des Literaturerlebnis.

Hin­zu tre­ten bei die­ser Ver­an­stal­tung noch eini­ge Büh­nen­sze­nen aus Frischs Andor­ra und sei­nem Thea­ter­stück Bio­gra­fie sowie eine dia­lo­gi­sche Umset­zung aus Bach­manns ein­zi­gem Roman Mali­na – Sze­nen, die sich in raf­fi­nier­ter Wei­se mit der Lebens­wirk­lich­keit die­ser bei­den Dich­ter ver­zah­nen, zumal bei­de ja die Wer­ke ihres jewei­li­gen Part­ners gut kann­ten und mit­un­ter detail­liert kritisierten.

Die Kla­vier­mu­sik des Abends spielt eine zugleich ver­mit­teln­de und inter­pre­tie­ren­de Extra­rol­le. Die Stü­cke von Johann Sebas­ti­an Bach, Manu­el de Falla, Fran­cis Pou­lenc, Clau­de Debus­sy, Lucia­no Berio, Leo­nard Bern­stein, Emi­le Blan­chet und Gus­tav Mahler sind mehr oder weni­ger aus­drück­lich als Inspi­ra­ti­ons­hin­ter­grund der Dich­ter in den Brie­fen erwähnt. Eine her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung kommt dabei Hans Wer­ner Hen­ze zu, der eng mit Bach­mann befreun­det war (eine Zeit­lang mun­kel­te man sogar über eine mög­li­che Hei­rat der bei­den) und von ihr Libret­ti zu sei­nen frü­hen Opern erhielt. Von Hen­ze erklin­gen Lucy Escott Varia­ti­ons, eine Art Undi­ne-Stoff nach einem Opern­the­ma von Bel­li­ni, ein Kla­vier­werk, das in enger zeit­li­cher und inhalt­li­cher Ver­flech­tung zu Bach­manns Erzäh­lung Undi­ne geht gehört wer­den darf.

Schau­spie­ler bzw. Rezi­ta­to­ren die­ser unge­wöhn­li­chen und in ihrer Art ein­ma­li­gen Ver­an­stal­tung sind die Dort­mun­der Moni­ka Buji­n­ski und Micha­el Kamp. In einer Neben­rol­le ist Andrea Kne­fel­kamp-West zu erle­ben, die auch die sze­ni­sche Bera­tung über­nom­men hat.

Die Kon­zert­pia­nis­tin Jay J. Wang inter­pre­tiert die Klavierwerke.

Details

  • Datum: Fr., 16. Oktober
  • Zeit:
    19:30
  • Eintritt: 15 €

Veranstaltungsort

Weitere Angaben

Reservierung/Vorverkauf online:
https://stadt-re-webshop.tkt-datacenter.net/de/veranstaltung/d39d316d-c819-4540-9bb2-827dc4aa2850/2201
Weitere Vorverkaufstellen:
Attatroll Buchladen, Ticketcenter, Touristinformation
Eintritt:
15,-

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