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Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters

Do., 10. Dezember - 19:00
10, €
Lena Schätte (C) Boris Breuer

Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters

„Mot­te“ wird die Ich-Erzäh­le­rin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbei­ter, Spie­ler, Trin­ker. Eigent­lich hat Mot­te sogar zwei Väter: den einen, der schnell ren­nen kann, beim Spie­len alle Ver­ste­cke kennt und sich auf alle Fra­gen eine Ant­wort aus­denkt. Und den ande­ren, der von der Werks­hal­le ins Büro ver­setzt wird, damit er sich nicht voll­trun­ken die Hand absägt. Und das mit dem Alko­hol, sagt die Mut­ter, war eigent­lich bei allen Män­nern in der Fami­lie so.

Auch Mot­te trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schüt­zen­fest Kell­ne­rin gespielt und die Res­te getrun­ken, bis ihr warm wur­de. Jetzt, als jun­ge Frau, schläft sie manch­mal im Haus­flur, weil sie mit dem Schlüs­sel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meis­tens selbst nicht mehr rich­tig ste­hen. Nur ihr Bru­der, der Erzie­her gewor­den ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im End­sta­di­um dia­gnos­ti­ziert wird, sucht Mot­te nach einem Weg, sich zu ver­ab­schie­den – vom Vater und vom Alkohol.

„Das Schwarz an den Hän­den mei­nes Vaters” von Lena Schät­te ist ein bewe­gen­der Roman über das Auf­wach­sen in einer Fami­lie, die in den soge­nann­ten ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen lebt und die zugleich, wenn es dar­auf ankommt, zusam­men­hält. Es ist ein har­ter, zar­ter Roman über die Lie­be zu einem schwie­ri­gen Vater und den Weg ins Leben.

Lena Schät­te, gebo­ren 1993 in Lüden­scheid, debü­tier­te 2014 mit dem Roman „Ruhr­pott­lie­be“. In den Fol­ge­jah­ren arbei­te­te sie als Psych­ia­trie­kran­ken­schwes­ter im Ruhr­ge­biet, bis sie 2020 ein Stu­di­um des Lite­ra­ri­schen Schrei­bens am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig auf­nahm. Für einen Aus­schnitt aus dem Roman »Das Schwarz an den Hän­den mei­nes Vaters« erhielt Lena Schät­te den W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2024, der Roman stand 2025 auf der Long­list des Deut­schen Buch­prei­ses und wur­de mit dem För­der­preis Nord­rhein-West­fa­len ausgezeichnet.

2026 erhielt Lena Schät­te den Inge­borg-Bach­mann-Preis.

Mode­riert wird der Abend von Lisa Hil­de­brand und Lin­nea Geh­lert.

Geför­dert vom Minis­te­ri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len.

Details

  • Datum: Do., 10. Dezember
  • Zeit:
    19:00
  • Eintritt: 10, €
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Veranstalter

Weitere Angaben

Reservierung per Mail:
mailto:stadtbibliothek@recklinghausen.de
Eintritt:
10,-
Reservierung telefonisch
02361-50 1919

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