
Kristine Bilkau: Halbinsel

Kristine Bilkau: Halbinsel
Ihr Roman „Halbinsel“ spielt in der Gegend von Husum, dort, wo sie aufgewachsen ist und sich auskennt. Geboren ist sie 1974 in Hamburg, wo sie heute mit ihrer Familie lebt.
Mütter und Töchter – das ist ein oft beschriebenes Phänomen, ein Thema der Literatur und der Realität. Was passiert, wenn eine erwachsene und absolut selbstständige Tochter plötzlich wieder im Haus der Mutter auftaucht, zunächst krank um Hilfe suchend, dann in der Absicht zu bleiben?
Natürlich freut sich die Mutter Annett über den Besuch der Tochter Linn; aber die Mutter hat ihre eigene Welt, die gefühlt bedroht ist, und Linn hat Lebenspläne, die die Sorge der lebenserfahrenen Annett hervorrufen, das Helfersyndrom regt sich. Aber auch das Gefühl, zu stark in das Leben von Linn einzugreifen: „War das wirklich Fürsorge, oder ging es dabei um mich, um meine Unruhe…?“, fragt sich die Mutter. Erinnerungen aus dem Leben der beiden kommen hoch und erklären, aber auch erschweren das Zusammenleben der Generationen. Das ist ein prekäres, gegenwärtiges Thema.
Verschiedene spannende Episoden ranken sich um die Mutter-Tochter-Kerngeschichte: Es geht um Geld, Liebe, die Zukunft, den Beruf.