Unsere Sommerpause hat begonnen.
Anmerkungen zu Sebastian Haffner
Anmerkungen zu Sebastian Haffner
Sebastian Haffner (1907–1999) war engagierter Publizist, streitbarer politischer Kolumnist und viel gelesener Historiker, der mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen und preußischen Geschichte ein breites Publikum erreichte.
Aus wichtigen zeitgeschichtlichen Debatten und Diskursen der 1960er- bis 1980er-Jahre war er nicht weg zu denken. Seine besondere rhetorische und stilistische Art, komplexe bzw. zentrale historische Sachverhalte in Rundfunksendungen, Essays und an deren konzentrierten Abhandlungen so
aufzubereiten, dass man das Wesentliche leicht und entspannt erfassen kann,
zeichnet ihn bis heute aus.
Seine „Anmerkungen zu Hitler“, sein Text- und Bildband über Preußen (beide 1978) und andere Werke gehören zum tradierten – und noch heute lesenswerten – Bücherbestand der „alten“ Bundesrepublik. Dass er auch literarisch-autobiografisch tätig war, blieb lange verborgen. 1932 schrieb er innerhalb weniger Wochen einen Roman, der erfüllt ist von jugendlichem Überschwang und dem Augenblicksglück einer Liebe vor dem Hintergrund der zunehmend spürbaren Destabilisierung der Weimarer Republik. Veröffentlicht wurde diese federleichte Erzählung – „Abschied“ – erst 2025, also 26 Jahre nach Haffners Tod.
Eine Veranstaltung in Rahmen der Literaturtage Recklinghausen 2026.

