
Eva Strasser: Wildhof

Eva Strasser: Wildhof
Die IT-Spezialistin Lina aus Berlin muss nach dem Unfalltod ihrer Eltern deren Haushalt auflösen und das idyllische Bauernhaus im tiefsten Schwarzwald verkaufen. Ihre geliebte Schwester ist dort unter ungeklärten Umständen verschwunden.
Potentielle Käufer für das Haus gibt es zwar schon, aber der Besuch im Elternhaus, im Wald – „Hunderte Tannen drängen sich dicht an dicht und wuchern ungehindert den Hang hinauf“ – und im nahegelegenen Dorf, dem fiktiven Wildhof, gestaltet sich als so belastet von Erinnerungen an ihre glückliche Kindheit und traumatische Erlebnisse, dass daraus eine schmerzhaft erlebte Reise in ihre Vergangenheit wird: „Die Erinnerungen wollen rein, in ihr Leben, in ihren Körper, irgendwo weiterleben, dem Nichts entkommen.“
Die starke Sprache mit ihren aussagekräftigen Bildern spricht die Leser:innen sofort an, Linas Gefühle werden eindrucksvoll geschildert und der Spannungsbogen hält bis zum letzten Satz an.