Bijan Moini: Der Würfel

„Mein Roman in drei Sätzen: Eine kün­stliche Intel­li­genz, die alles weiß und ein sor­gen­freies Leben garantiert. Ein gaukel­nder Pro­tag­o­nist, der sich öffentlich vor ihr ver­steckt. Eine große Liebe und eine Wider­stands­be­we­gung, die ihn vor eine unmögliche Entschei­dung stellen“(Bijan Moi­ni).
So beschreibt der Jurist und Schrift­steller Bijan Moi­ni, der jet­zt mit Frau und…

„Mein Roman in drei Sätzen:
Eine kün­stliche Intel­li­genz, die alles weiß und ein sor­gen­freies Leben garantiert. Ein gaukel­nder Pro­tag­o­nist, der sich öffentlich vor ihr ver­steckt. Eine große Liebe und eine Wider­stands­be­we­gung, die ihn vor eine unmögliche Entschei­dung stellen“(Bijan Moi­ni).

So beschreibt der Jurist und Schrift­steller Bijan Moi­ni, der jet­zt mit Frau und Kind in Berlin lebt, seinen Roman­er­stling mit über 400 Seit­en, der im Früh­jahr im Atri­um-Ver­lag Zürich erschienen ist.

Bijan Moini
Bijan Moi­ni ©Thomas-Friedrich-Schäfer

Moi­ni hat ihn auf der Leipziger Buchmesse im März vorgestellt und eine hun­dertköp­fige Zuhör­erschaft, unter ihnen den Vor­sitzen­den der NLGR, begeis­tert. Er selb­st und der Ver­lag nen­nen den Roman eine Dystopie, also eine neg­a­tive Utopie, keine Sci­ence Fic­tion-Geschichte. In vie­len Details ist uns das Szenario des Romans erschreck­end nah. Worum geht es also?
Die nahe Zukun­ft Deutsch­lands wird von einem nahezu per­fek­ten Algo­rith­mus ges­teuert: Der „Wür­fel“ ermöglicht den Men­schen zwar ein sor­gen­freies, sicheres Leben, aber um das zu leis­ten, sam­melt er selb­st intim­ste Dat­en über die Bevölkerung. Ihr Ver­hal­ten – das ist das Ziel – soll in höch­stem Maße berechen­bar und vorher­sag­bar wer­den. So kann man die Men­schen kon­trol­lieren und steuern, das heißt auch: beherrschen. Daten­schür­fer in Form von Drohnen sam­meln über­all Mate­r­i­al, selb­st­fahrende Polizeifahrzeuge sind all­ge­gen­wär­tig. Auch Gericht­surteile wer­den durch einen Algo­rith­mus gesprochen. Es gibt nur wenige kalkulierte Freiräume.
Der Roman erzählt die Geschichte des 28jährigen Taso, eines „Gauk­lers“, der allen etwas vor­gaukelt. Er lebt zeitweise in den weni­gen wür­fel­freien Zonen und entzieht sich den Kon­trollen, indem er seine Entschei­dun­gen von den Zahlen eines eige­nen Wür­fels abhängig macht; er weiß also auch sel­ber nie, was er tun wird. Und dann kommt eben die große Liebe … siehe oben.

Vorverkauf: Buch­hand­lun­gen Atta­troll, Bücher­fo­rum, Musial, Winkel­mann in Reck­ling­hausen, Droste in Herten und Vik­to­ria-am-Schacht in Marl, Reservierun­gen online

Jan Zweyer: Starkstrom

Nach seinen erfol­gre­ichen Ruhrge­bi­et­skrim­is und ein­er Mit­te­lal­ter-Trilo­gie führt der neue Kri­mi von Jan Zwey­er in die nahe Zukun­ft. „Strom­land“ lässt er die Forderun­gen einiger pop­ulis­tis­ch­er Poli­tik­er und Staats­führer in ein­er span­nen­den Geschichte wahr wer­den. Ein meter­ho­her Met­al­lza­un, der Flüchtlinge um jeden Preis fern­hal­ten soll. Tran­sitzen­tren, in denen Tausende Men­schen fest­sitzen. Und eine Lot­terie, die per Zufall entschei­det, wer die Chance auf ein besseres Leben bekommt: Europa ver­bar­rikadiert sich. Von der deutschen Regierung beauf­tragt, soll die Good-Fence-Coop­er­a­tion den Zaun mit allen Mit­teln vertei­di­gen Sie dro­ht damit, dass stirbt, wer die Abwehran­lage zu über­winden ver­sucht. Eine leere Behaup­tung, die abschreck­en soll. Dann aber ste­ht der Zaun wirk­lich unter Strom — zurück bleiben eine verkohlte Leiche, ein Schweineka­dav­er und jede Menge Fra­gen, die die Poli­tik auf keinen Fall beant­worten möchte, Zur gle­ichen Zeit begeben sich zwei Flüchtlinge aus dem Sene­gal in die Hände ein­er Sohlep­per­bande, um nach Europa zu gelan­gen. Von dem Zaun wis­sen sie nichts …

Vorverkauf: RZ-Tick­et­cen­ter, unter www.imVorverkauf.de sowie unter der Rufnum­mer 0209–1477999

Ver­anstal­ter: Lese­bühne, eine Ver­anstal­tungsrei­he vom Insti­tut für Kul­tur­ar­beit, der Stadt­bib­lio­thek und der NLGR

»Wir hier · Kunstszene Recklinghausen 2018« — Finissage

Unter dem Titel »Angedichtet.Überschrieben« set­zt sich die Vestis­che Autoren­szene mit den Werken der Vestis­chen Kün­stler­szene auseinan­der.

In Form eines lit­er­arischen Spazier­gangs durch die Ausstel­lung tra­gen Philipp Behrendt, Wil­fried Bess­er, Mar­ti­na Bialas, Ange­li­ka Her­zog, Clau­dia Koci­uc­ki,

Edith Lin­vers, Anja Ollmert, Hol­ger Pan­nen­bäck­er, Hel­mut Peters, Andrea Rohmert und Sylvia Seel­ert ihre Texte vor.

Die Ankündi­gung in der Reck­linghäuser Zeitung kön­nen Sie hier lesen.