Unsere Sommerpause hat begonnen.
Rainer Moritz: Das bisschen Haushalt
Rainer Moritz: „Das bisschen Haushalt, sagt mein Mann“
Lange Zeit waren die Geschlechterrollen im Schlager, wie in der Gesellschaft, genau definiert: Die Frau wartete – wie in Margot Eskens‘ „Cindy oh Cindy“ – brav und geduldig am Kai, bis der Geliebte, vielleicht, von hoher See zurückkehrt, oder sie sorgte sich als Mutter – wie in Freddy Quinns „Junge, komm bald wieder“ – um das Wohlergehen des in die Ferne aufgebrochenen Sohnes.
Das änderte sich erst, als in den 1960er- und 1970er-Jahre, der Geist der 68er zu wehen begann, die Frau sich nicht mehr mit der Rolle am Küchenherd zufriedengab und sogar die Erotik Einzug in den Schlager hielt. Gitte verlangte plötzlich nach einem Cowboy als Mann, Juliane Werding zog die Jungs – in „Wenn du denkst, dann denkst du nur, du denkst“ – beim Kartenspiel über den Tisch, Johanna von Koczian machte sich über Männer, denen Hausarbeit ein Fremdwort war, lustig, und Ina Deter forderte unmissverständlich: „Neue Männer braucht das Land“.
Rainer Moritz erzählt amüsant und lehrreich davon, wie sich das Schlagerbild der Frau im Lauf der Zeit gewandelt hat – von Gerhard Wendlands „Das machen nur die Beine von Dolores“ bis zu Andrea Bergs „Du hast mich tausendmal belogen“.
Freuen Sie sich auf die schönsten Schlagerperlen. Und singen Sie mit.
Eine Veranstaltung in Rahmen der Literaturtage Recklinghausen 2026.



