George Tabori: Mutter Courage (My Mother’s Courage)
George Tabori: Mutter Courage (My Mother’s Courage)
Mutter Courage © Matthias Schilling
Budapest 1944. An einem Sommertag im Jahre 1944 auf dem Weg zum wöchentlichen Romméspiel mit ihrer Schwester wird die sechzigjährige Elsa Tabori verhaftet und zusammen mit 4.000 anderen Menschen in einen Viehwaggon gepfercht. Der jüdische Autor und Theatermacher George Tabori erzählt mit seinem einzigartigen schwarzen Humor von seiner Mutter und ihrer wundersamen Rettung vor der Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz. Es sind Mut, Witz und Lebenswillen, die Elsa Tabori das Leben retten. Diese autobiografische Hommage des Autors an seine Mutter ist ein Stück über das Geschichtenerzählen – und über die Geschichte, deren grenzenlose Grausamkeit durch groteske Komik enthüllt wird.
George Tabori, 1914 in Budapest geboren, emigrierte mit zwanzig Jahren nach London. In den fünfziger Jahren arbeitete er in England und den USA für das Theater und den Film (unter anderem mit Bertolt Brecht und Alfred Hitchcock). 1969 kehrte er nach Europa zurück. Er inszenierte an renommierten Bühnen und schrieb zahlreiche Theaterstücke. Für sein Schaffen erhielt er 1990 den Peter-Weiss-Prei und 1992 Georg-Büchner-Preis. Bis zu seinem Tod 2007 war er als Hausautor und Regisseur am Berliner Ensemble tätig.
