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Bertolt Brecht: Furcht und Elend des III. Reiches
Bertolt Brecht: Furcht und Elend des III. Reiches
Bertolt Brecht schreibt die Szenenfolge über den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland 1934 bis 1938 im dänischen Exil. In kurzen und längeren Episoden schildert der Theaterautor in „Furcht und Elend des III. Reiches“ eindringlich, was in seinem Heimatland geschieht. Entstanden ist eine zeitlose Studie, wie Gewalt und Terror eines faschistischen Systems ihre Wirkung zeigen und den Alltag einer Gesellschaft bis in seine kleinsten Poren durchsetzen.

© Matthias Schilling
Zu erleben ist ein Klima der Angst und der Denunziation, das auch vor der Familie nicht haltmacht. Der Ort: Arbeiter- und Bürgerwohnungen. Zu sehen sind: „die gesten des verstummens, sich umblickens, erschreckens usw. die gestik unter der diktatur“ (Brecht, Arbeitsjournal).
Die Inszenierung von Theater Gegendruck verwendet Texte von Charlotte Beradt. Die in Berlin geborene Journalistin floh 1939 nach England und 1942 weiter nach New York. Sie sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 in Deutschland geträumt wurden, und befragte dazu Menschen aus ihrer Umgebung. Fünfzig solcher von der Diktatur geprägter Träume hat sie 1966 in ihrem Buch „Das Dritte Reich des Traums“ veröffentlicht.
„Eine Inszenierung ohne Leerlauf, unbequem und von beunruhigender Aktualität.“ (Stefan Pieper, Recklinghäuser Zeitung 24.2.26)
