Marion Poschmann: Kieferninseln,Lesebühne

Mar­i­on Poschmann ist ein Roman von meis­ter­hafter Leichtigkeit gelun­gen
– tief­gründig, humor­voll, span­nend und zu Herzen gehend. Gilbert Sil­vester, Pri­vat­dozent und Bart­forsch­er im Rah­men eines uni­ver­sitären Drittmit­tel­pro­jek­ts, ste­ht unter Schock Let­zte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In ein­er absur­den Kurz­schlusshand­lung ver­lässt er sie, steigt ins erst­beste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewin­nen. Dort fall­en ihm die Reisebeschrei­bun­gen des klas­sis­chen Dichters Bash in die Hände, und plöt­zlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wan­der­mönche möchte auch er den Mond über den Kiefer­nin­seln sehen.
Auf der tra­di­tion­sre­ichen Pil­ger­route kön­nte er sich in der Betra­ch­tung der Natur ver­lieren und seinen inneren Aufruhr hin­ter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Stu­den­ten Yosa, der mit ein­er ganz anderen Reise­lek­türe unter­wegs ist, dem „Com­plete Man­u­al of Sui­cide“.
Im Tee­land Japan mis­chen sich Licht und Schat­ten, das
Freudi­an­is­che Über-Ich und die dun­klen Göt­ter des Shin­to­is­mus und die alte Frage wird neu gestellt: Ist das Leben am Ende ein Traum? Ein berück­ender Roman, der zu Recht in die Endrunde des Deutschen Buch­preis­es gelangt ist.

Vorverkauf: RZ-Tick­et­cen­ter, unter www.imVorverkauf.de sowie unter der Rufnum­mer 0209–1477999

Ver­anstal­ter: Lese­bühne, eine Ver­anstal­tungsrei­he vom Insti­tut für Kul­tur­ar­beit, der Stadt­bib­lio­thek und der NLGR